Erfahrungen eines Seniors am PC

seniorDa sich unseren älteren Mitbürger schwer tun, hat mal ein Senior, nennen wir ihn Bernd L., sein Erfahrungsbericht mir überreicht. Da ich ja so was wie ein „hochmodernes Fax“ nicht habe, hat er mir es ganz schnöde per Mail gesandt und ich kann froh sein, das es nicht handgeschrieben war, so konnte ich es bequem per „copypaste“ hier in diesen Beitrag unter bringen.

Hallo liebe Leute, ich muss euch heute mal ein paar Fragen stellen. Aber erst möchte ich mich einmal vorstellen. Mein Name ist Bernd L.und bin 70, na gut 73 Jahre alt, das sollte zu meiner Person genügen.

Nun meine erste Frage: Habt ihr auch nix mit dem neu modischen Kram wie Computer ,Handys Pinnummern, Bit und Byte, Emails, SMS, Smartphone, Festplatte, Laptop und all so’n Schiet am Hut?

Ich jedenfalls habe mich jahrelang strickt geweigert mir diesen Kram überhaupt anzuschauen. Auf Familienfeiern gingen unsere Kinder ins Büro und daddelten auf diesen dämlichen Schreibmaschinen mit Fernseher herum ich dachte, das soll jetzt die neue Zeit einläuten. Das soll die Büroarbeit erleichtern? Ich konnte es nicht glauben. Für mich galt, Schreibmaschine und Rechenmaschine gehören in ein Büro – fertig aber nicht so ein Fernseher an dem man auch noch während der Arbeitszeit  Spiele spielen konnte. Nun würde ja wohl gar nicht mehr gearbeitet.

Aber dank unserer Tochter wurde ich eines Besseren belehrt.Sie haben richtig gehört auch wir Alten können noch was dazu lernen.

Heiligabend kam unsere Tochter mit einem Laptop unter dem Arm an und sagt: “Jetzt treibe ich dir deine Voreingenommenheit aus. Das Ding schenke ich dir zu Weihnachten. Frohe Weihnachten und viel Spaß“. Sie drückte mir noch zwei Bücher in die Hand mit denen ich zuerst überhaupt nichts anzufangen wusste. Was man mir noch erklärte war, das ich auch Skat mit dem Ding spielen konnte – zum anzuckern.

Eines Tages ich hatte nichts zu tun, setzte ich mich vor dieses Gerät und versuchte erst einmal dieses verfluchte Ding zu starten nach einigen hin und her gelang es mir (war im nach hinein gar nicht schwer). Nun war auf dem Bildschirm Das Wort Googles zu sehen, was hatte K. gesagt? „Du musst jetzt eingeben: Skat spielen“. Ich tat es und glaubte nicht, dass sich da etwas tat. Nach ein paar Sekunden leuchtete der Bildschirm und das Spiel konnte beginnen. Faszinierend. Aber wie wusste die Maschine wie Skat gespielt wird? Egal, jetzt konnte ich loslegen und bald bekam ich so einen Spaß daran.

Als mir das Skat spielen nicht mehr reichte:

Als erstes versuchte ich zu schreiben. Immer war die Angst dabei irgend etwas zu verstellen oder kaputt zu spielen, was zum Schluss ja auch so war. Zum Glück ist einer unserer Söhne Software-Entwickler, der mir meine mittlerweile lieb gewonnenen Computer immer wieder richtete – ich glaube,der hat mich für total…….gehalten). Aber das war egal ich habe jedes mal mehr dazu gelernt. Dann übernahm ich eine Vormundschaft dadurch hatte ich viel mit Ämtern, Gerichten und Ärzten zu tun, also musste ich viel schreiben. Aber wie schreiben, wenn kein Drucker da ist. Also kaufte ich mir einen, das war natürlich auch wieder eine neue Erfahrung. Nun reichte mir der kleine Laptop nicht mehr und es musste ein größerer her. Es klappt bis jetzt alles gut und unser Sohn braucht nicht  so oft nach meinem Computer sehen wie früher, aber es kommt noch vor. Mittlerweile bin ich soweit das ich fast selbstständig an der „verfluchten Maschine“ arbeiten kann.

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